Wolfenbüttel & Ingolstadt, Germany
Wir bieten:

Test Ihres CAN High-Speed oder CAN-FD Transceivers

Die Testspezifikation wurde anhand der Anforderungen der Automobilhersteller und in Zusammenarbeit mit den Halbleiterherstellern definiert. Die Testfälle sind komplementär zu den Testfällen der ISO 11898-2 bzw. der ISO 16845-2. Die Tests werden in verschiedene Gruppen unterteilt, die Einteilung basiert auf der Funktionalität, die ein Transceiver unterstützen kann:

  1. bus wake-up Funktionalität
  2. selektiver wake-up Funktionalität
  3. signal improvement capability (SIC)

Die aktuelle Version der CAN / CAN-FD Physical Layer Interoperabilitäts-Testspezifikation kann hier heruntergeladen werden:

Wir bieten:

Test Ihres CAN High-Speed Transceivers mit selektiver Wake-up Funktionalität (SWITCH)

Die Funktionalität des ’selektiven Aufweckens‘ wird in einem Teilnetzbetrieb (Partial Networking) genutzt, um Energie zu sparen und folglich die CO2 -Emissionen zu reduzieren.

Der Teilnetzbetrieb ist eine Methode, die es möglich macht, einzelne Knoten oder Cluster durch vordefinierte CAN Nachrichten aufzuwecken. So wird ein Knoten nicht mehr durch jede beliebige Bus-Aktivität geweckt, wie es die ISO 11898-2 noch für konventionelle CAN High-Speed Transceiver vorsieht.

Seit 2010 arbeitet die internationale Gruppe SWITCH (Selective Wake-up and Interoperable Transceiver in CAN High-Speed) mit uns als Chairman daran, dem Prinzip des Teilnetzbetriebes für CAN Bussysteme im Hinblick auf die Schonung der Umwelt und Wirtschaftlichkeit zum Erfolg zu verhelfen. Die Resultate der Arbeit der SWITCH-Gruppe sind auf den Weg zur ISO-Norm gebracht.

Wir bieten:

  • Tests entsprechend ISO 16845-2, welche die Konformitätstests für die ISO 11898-2 definiert
  • Tests eines einzelnen Transceivers und Systemtests entsprechend den Anforderungen der OEMs an die Hardware für den Teilnetzbetrieb.

Sie möchten bei uns testen lassen?

Dann brauchen wir Ihre Unterstützung, damit wir Ihren Transceiver reibungslos in unser Testsystem einpassen können. Die entsprechenden Anforderungen haben wir in einem Dokument für Sie zusammengestellt, das Sie hier ansehen können.

C&S Veröffentlichung zum Thema CAN / CAN-FD Interoperabilitätstest

Finden Sie im Folgenden Betrachtungen zum Thema CAN / CAN-FD Interoperabilitätstest. Wenn Sie mehr wissen möchten oder Fragen haben, schreiben Sie uns einfach oder rufen Sie uns an!

Auf der 16. International CAN Conference in Nuremberg, hat unser Mitarbeiter Christoph Wosnitza am 7. March 2017 einen Vortrag: ‚Interoperability challenges for CAN-FD/PN Transceivers: Lessons learned from CAN High Speed Interoperability Tests‚ gehalten.  Hier können Sie den Vortrag herunterladen.

CAN Absicherung der physikalischen Ebene

Das Prinzip unserer CAN / CAN-FD Transceiver Tests

Die CAN Transceiver Tests verfolgen das Ziel, die Zusammenarbeit von Transceivern unterschiedlicher Hersteller in komplexen CAN Netzwerken sicherer zu machen.

Nachdem in den neuen internationalen Standards ISO 16845-1 und ISO 16845-2 die CAN-FD Konformitätstests adressiert wurden, wurden Anforderungen von OEMs und Halbleiterherstellern gesammelt und abgeglichen sowie Testfälle erstellt und spezifiziert, um die Interoperabilität von CAN-FD Transceivern in einer Multi-Vendor-Umgebung zu ermöglichen. Die erste Version der Interoperabilitätstestspezifikation für CAN Transceiver wurde im 2016 veröffentlicht.

Das ist ein Grund, warum wir Ihren CAN Transceiver in unseren sogenannten Standardnetzwerken testen, deren Aufbau in den Interoperabilitätstestspezifikation für CAN Transceiver exakt definiert ist. Die Tests werden innerhalb der Referenzumgebung mit vordefinierten Einstellungen durchgeführt, um eine hohe Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit der Testergebnisse zu gewährleisten. Eine Datenblattprüfung nach ISO 16845-2 als statischer Testplan ergänzt den Interoperabilitätstest.

Wir testen die Konformität des Transceivers somit unter Bedingungen, die seine späteren Einsatzbedingungen widerspiegeln.

Diese Einsatzbedingungen – und somit auch die zu berücksichtigenden Testbedingungen – wurden von einer internationalen Gruppe von Automobilherstellern und Halbleiterherstellern und C&S als Chairman analysiert und zusammengestellt.

Die  GIFT (Generalized Interoperable Fault Tolerant CAN Transceiver) / ICT (International Transceiver Conformance Test) Arbeitsgruppe schloss sich 1999 zusammen. Die Ziele waren die Entwicklung von Herstellerunabhängigen, harmonisierten Spezifikationen für CAN Transceiver und die Entwicklung von den dazu gehörigen Testspezifikationen. Dahinter stand die Idee, dass dadurch CAN Transceiver entstehen, die in ihrem Netzwerk problemlos und sicher miteinander kommunizieren können, auch wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen.

Die Testsysteme

Kernstück der Testsysteme ist jeweils ein klar definiertes vernetztes System, das sogenannte Standardnetz, in dem die Knoten unter Systembedingungen, die je nach Test variieren, miteinander kommunizieren. Ein Supervisor steuert sowohl die Einstellungen und Zustände des vernetzten Systems für die Tests, als auch die Testabläufe. Die Steuerung und Überwachung der CAN-Kommunikation übernehmen kalibrierte Messgeräte.

Das Standardnetz besteht aus einer festen Anzahl von CAN-Knoten, deren Aufbau jeweils gleich ist. Für die Tests werden die Knoten entweder alle mit dem Transceiver-Typ bestückt, der getestet werden soll oder in einer hinsichtlich der Anzahl und Position exakt definierten Kombination mit anderen Transceiver-Typen. Die zu testenden Transceiver arbeiten also bei den Tests nicht nur mit ’sich selber‘ in einem homogenen Netzwerk zusammen, sondern auch mit Transceivern anderer Ausführung und von anderen Herstellern in einem dann heterogenen Netzwerk. Wir führen für jeden zu testenden Transceiver sowohl die Tests im homogenen als auch im heterogenen Netzwerk durch.

Die auf den Testsystemen durchgeführten Tests untersuchen das Verhalten des Transceivers unter verschiedenen Bedingungen und bei bestimmten Ereignissen. Der dynamische Testplan ist mit drei verschiedenen Datenraten (500 kbit/s, 2 Mbit/s und 5 Mbit/s) definiert, während die Arbitrierungsphase immer mit 500 kbit/s läuft. Einzelne Testfälle werden in sieben Haupttestfällen mit unterschiedlichen Testabläufen zwischen allen möglichen Kombinationen von Normalmodus und Low-Power-Modus zusammengefasst. Diese Tests verifizieren das korrekte Verhalten unter verschiedenen Bedingungen wie:

Wechsel vom Betriebsmodus nach Wiederherstellung im Normalbetrieb, Fehleranwendung beim Start
Wechsel vom Betriebsmodus nach Wiederherstellung im Normalbetrieb, Fehleranwendung im Normalbetrieb
Wechsel vom Betriebsmodus vor der Wiederherstellung im Normalbetrieb, Fehleranwendung im Normalbetrieb
Wechsel vom Betriebsmodus mit Fehler vor Wiederherstellung im Normalbetrieb, Fehleranwendung beim Start
Wechsel vom Betriebsmodus mit Fehler vor Wiederherstellung im Low-Power-Modus, Fehleranwendung im Normal-Modus
Wechsel vom Betriebsmodus mit Fehler vor Wiederherstellung im Low-Power-Modus, Fehleranwendung im Low-Power-Modus
Wechsel vom Betriebsmodus mit Fehler vor Wiederherstellung im Normalbetrieb, Fehleranwendung im Low-Power-Modus

Innerhalb jedes Testablaufs werden acht verschiedene Fehler angewendet:

Unterbrechung der CAN-High
Unterbrechung der CAN-Low
Kurzschluss zwischen CAN- High und Batteriespannung
Kurzschluss zwischen CAN-Low und Batteriespannung
Kurzschluss zwischen CAN-High und Masse
Kurzschluss zwischen CAN-Low und Masse
Trennung eines Abschlussknotens
Masseversatz

Die Interoperabilitätstestspezifikation definiert fast 60.000 einzelne Testfälle. Das korrekte Verhalten der zu testenden Implementierung wird zwischen zwei und vier Mal pro Testablauf überprüft. Dies führt zu mehr als 190.000 Checks pro Test, bei denen sich der High-Speed CAN Transceiver korrekt verhalten muss. Während der Tests wird das Verhalten der CAN Transceiver mit dem spezifizierten und somit erwarteten Verhalten verglichen. Gleichzeitig wird jedoch das Verhalten der Transceiver in ihrer Gesamtheit in dem vernetzten System betrachtet.

Die Testdaten werden – einschließlich der Rohdaten – für die folgenden Analysen und zur Sicherstellung der Reproduzierbarkeit der Tests gespeichert. Die aufbereiteten Daten werden Ihnen mit Ihrem Testreport übergeben.